Sie stammte aus einer bretonischen Fischerfamilie. Nach dem Studium der Mathematik arbeitete sie in einer Pulverfabrik als Chemikerin. Am 18. Juni 1940, am Tag des Appells de Gaulles, schiffte sie sich nach London ein und engagierte sich bei den Französischen Freien Kräften und deren Frauen-Abteilung (Volontaires françaises féminines), zunächst als Sekretärin. Sie bekam eine Ausbildung für Sabotage bei BCRA (Schießen, Kampf, Fallschirmspringen, Sicherheit etc.), arbeitete im Labor, wo zu Sabotage-Techniken geforscht wurde. 1944 sprang sie mit dem Fallschirm über der Bretagne ab, um dort Partisanengruppen den Umgang mit Sprengstoffen beizubringen. Sie war beteiligt an den Kämpfen des Maquis Saint-Marcel (1943–1944) und Anfang August 1944 an denen zur Befreiung von Quimper. Nach dem Krieg lehrte sie Mathematik an einem Pariser Gymnasium und wurde stellvertretende Bürgermeisterin. Sie bekam u.a. die Auszeichnungen Offizier der Ehrenlegion und Commandeur de l’Ordre du Mérite.

Literatur/Medien:
Bohec, Jeanne: La plastiqueuse à bicyclette, Paris 1999
fr.wikipedia.org/wiki/Jeanne_Bohec