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Rivesaltes

Region Languedoc-Roussillon, Departement Pyrénées-Orientales

Der Ort
Am Rand von Rivesaltes (8.300 Einwohner/innen) bei Perpignan lag ein großer Lagerkomplex. Anfahrt: D 900 oder A 9, sortie/Ausfahrt Perpignan-Nord, D 5 Richtung Opoul/Tautavel, Schildern „Mémorial du camp de Rivesaltes“ folgen.

Ruine eines Hauses Informationstafel betr. geplantes Memorial (© Jakob Reichel)

Internierungslager
Ab 1939 mussten republikanische Spanier in einer Arbeitskompanie (vgl. GTE) das Lager „Joffre“ aufbauen. 1941/1942 waren über 20.000 Menschen interniert: vor allem republikanische Spanier; (ausländische) Juden, darunter viele im Herbst 1940 aus Baden und der Pfalz "ausgewiesene Juden" sowie nach den Razzien in der Südzone verhaftete Juden: 2.313, darunter viele Kinder, wurden 1942 über Drancy in das KZ Auschwitz deportiert; eine unbekannte Zahl von  „tsiganes“ (Sinti und Roma), die Ende 1942 in das Lager Saliers verbracht wurden.
Von 1962 bis 1970 wurden Harkis (= Algerier, die in der frz. Armee gedient hatten) mit ihren Familien untergebracht.

„Tsiganes“/Sinti-und-Roma-Denkmal (© Région Languedoc-Roussillon) Denkmal an deportierte Juden mit Gedenkplatte für badische Juden Spanierdenkmal
Gedenken
Vier Denkmäler erinnern an die Opfer, ein fünftes an die Harkis und ihre Familien. Eine Gedenkstätte, die an die unterschiedliche Nutzung des „Lagers der Unerwünschten“ und alle Opfergruppen erinnert,  ist am 16. Oktober 2015 durch den damaligen Premierminister Manuel Valls eröffnet worden; Eintritt 8 €;
Mémorial du camp de Rivesaltes, Avenue Christian Bourquin, 66600 Salses le Château; 
Tél. :  00 33 (0)4 68 08 34 90 oder 00 33 (0)4 68 08 39 70;  email: info@memorialcamprivesaltes.fr; Internet: http://www.memorialcamprivesaltes.eu/