Schriftgröße A A A

Brive-la-Gaillarde

Region Limousin, Departement Corrèze

Der Ort
Die Stadt, etwa 50.000 Einwohner/innen, liegt an der A 20 ParisToulouse und A 89 nach Bordeaux.

Die Ereignisse
Sehr früh erste Flugblätter (17.6.1940), Diskussions- und Widerstandsgruppen (Edmond Michelet), 1942 erste Sabotageakte im nördlichen Umland (vgl. Ussel). Am 11.11.1942 feierten tausende den französischen Sieg von 1918, als die Deutschen einmarschierten, wurden sie mit der Marseillaise empfangen. Am 15.8.1944 wurde Brive befreit – nach Verhandlungen mit den Maquis-Führern verließ die deutsche Garnison ohne Kampf die Stadt.

Centre Michelet, Außenansicht Vichy-Plakat fordert dazu auf, in Deutschland zu arbeiten, damit Kriegsgefangene freikommen (vgl. Relève, STO) Denkmal an die friedliche Befreiung

Gedenken
Die Stadt hat ein Faltblatt zu den Gedenkorten herausgegeben: „Brive Résistant. Parcours de mémoire.“ Das Studienzentrum E. Michelet zeigt u.a. deutsche und Vichy-Propagandaplakate sowie Gemälde von Anna Garcin-Mayade, einer Überlebenden des KZ Ravensbrück : Centre Edmond Michelet, 4, rue Champanantier, Nähe Bahnhof; http://museemichelet.brive.fr ; http://www.cheminsdememoire.gouv.fr/fr/centre-edmond-michelet ; E-Mail: museemichelet@brive.fr; offen täglich außer Sonntag.
In der Bahnhofshalle erinnern Tafeln an den sehr aktiven Eisenbahner-Widerstand (vgl. auch Ussac), am Place du 15 août 1944 steht ein Denkmal an die Befreiung.

Literatur
Petit Futé. Guide des lieux de mémoire, Paris 2011, S. 112f.