Region Midi-Pyrénées, Departement Haute-Garonne

Informationstafel zu Marianne Cohn

Lager-Museum (Außenansicht)

Der Ort
Im Viertel Récébédou von Portet-sur-Garonne, einer Stadt südlich von Toulouse, 9.600 Einwohner/innen, befand sich ein Internierungslager. Die Stadt liegt an der D 120/820 →Foix/Tarbes.

Die Ereignisse
Die Siedlungshäuser einer Pulverfabrik wurden 1939/40 als Internierungslager für spanische und jüdische Flüchtlinge genutzt. Danach benutzte die Vichy-Regierung das Lager für alte und kranke Juden, viele davon aus Gurs (und damit aus Baden). Wegen der hygienischen und medizinischen Verhältnisse starben etwa 300 Personen. 749 Juden wurden über Drancy in die Vernichtungslager deportiert. Im Herbst 1942 wurde das Lager geschlossen, u.a. auf Druck des Erzbischofs von Toulouse, Jules Saliège.

Gedenken
Museum „Musée de la Mémoire – Camp du Récébédou“ ist in einem der ehemaligen Siedlungs- und dann Lager-Häuser untergebracht. Es informiert über die Lagergeschichte und die unterschiedlichen Menschengruppen, die hier gefangen waren. Eine Tafel ist Marianne Cohn gewidmet, die einige Kinder vor der Deportation bewahrte. Das Museum liegt an der Allée du Grand Chêne, Quartier du Récébédou, Portet-sur-Garonne; E-Mail: musée@ville-portet-sur-garonne.com ; offen: Mittwoch bis Samstag nachmittags.

Medien
http://fr.wikipedia.org/wiki/Camp_du_R%C3%A9c%C3%A9b%C3%A9dou
www.cheminsdememoire.gouv.fr/fr/camp-du-recebedou