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Fiesole

Region Toscana / Provinz Florenz

Die Stadt
Römisches Theater (Foto: Wikipedia)Fiesole liegt ca. 8 km nördlich von Florenz auf einem Hügel, von dem aus die Täler des Arno und des Mugnone zu überblicken sind. Eindrückliche Reste zeugen von seinem etruskisch-römischen Ursprung. Bereits im frühen Mittelalter ist Fiesole in den Besitz von Florenz übergegangen und wurde zu einem beliebten Ort für prominente Familien aus Florenz, die hier ihre Villen erbauen ließen. Heute hat Fiesole ca. 14.300 Einwohner und man erreicht es am besten mit dem Bus, der vom Bahnhof Santa Maria Novella in Florenz abfährt.

Das Ereignis
Die Carabinieri Alberto La Rocca, Vittorio Marandola und Fulvio Sbarretti, deren Dienststelle die Station Fiesole war, standen in Verbindung mit den Partisanen in Florenz. Um einer Gefangennahme durch die Deutschen zuvorzukommen, verließen sie eines Abends die Kaserne, vergruben ihre Waffen samt Munition und versteckten sich in den Ruinen des römischen Theaters, um sich später den Partisanen anzuschließen. Nachdem die Deutschen die Flucht bemerkt hatten, ließ deren Kommandant zehn Bewohner Fiesoles als Geiseln verhaften und drohte, sie zu erschießen, wenn sich die drei nicht stellten. Darauf kehrten sie zurück und wurden am 12. August 1944 erschossen.

Gedenken
Am Rathaus von Fiesole – auf der Piazza Mino da Fiesole – ehrt eine Tafel die Carabinieri Alberto La Rocca, Vittorio Marandola und Fulvio Sbaretti. Auch im „Parco della Rimembranza“ in der Via San Francesco erinnert eine Gedenktafel an die drei Caranbinieri.

Rathaus Fiesole Gedenktafel am Rathaus Parco della Rimembranza (Foto: Baldini)

Kämpfe  bei Fiesole
Die Brigade „Bruno Buozzi“ verfolgte eine sich in Richtung Fiesole zurückziehende deutsche Einheit, als sie von der Aufklärungsabteilung eines Fallschirmbataillons unerwartet angegriffen und aufgerieben wurde. Auch die Brigaden „Rosselli“ und „Caiani“ hatten hohe Verluste bei dem Kampf in Tre Pini. Für die gefallenen Partisanen dieser Brigaden gibt es ein Denkmal im Ortsteil Montebeni, Via I Tre Pini.

Denkmal für die gefallenen Partisanen von Tre Pini (Foto: Baldini)Kampf bei „Tre Pini“
Zwei im Gebiet des Monte Giove operierende Partisaneneinheiten – die „II Brigata Rosselli“ der Partito d'Azione und die kommunistische Brigade „Caiani“ – vereinten sich zum Kampf um die Befreiung von Florenz. Auf ihrem Weg über den Monte Rotondo, Madonna del Sasso und Poggio alle Tortore kam es am 5. August bei Tre Pini in der Nähe von Settignano zu einem Kampf mit den Deutschen mit großen Verlusten für die Partisanen. Ihr Kommandant Vittorio Barbieri wurde gefangen genommen und in San Clemente ermordet, andere im Pfarrhaus von Ontignano eingeschlossen und in kleinen Gruppen erschossen. Nur 35 Partisanen erreichten mit ihrem Vize-Kommandanten Ezio Castelli am 13. August Florenz.

Das Denkmal für die gefallenen Partisanen steht im Ortsteil Montebeni von Fiesole, Via I Tre Pini. Man erreicht es von Fiesole aus zunächst auf der SP 53, dann rechts abbiegend auf der SP 55.
 

Literatur /Medien:
Ex-archivo: memoria ritrovata: Quattro colpi in canna. Agostino, il ragazzo di Fiesole che diventò partigiano, a cura di Maria Venturi, Fiesole 2011; resistenzatoscana.it/storie/i_carabinieri_la_rocca_marandola_e_sbarretti/; resistenzatoscana.it/monumenti/fiesole/parco_della_rimembranza/ (Foto: Baldini); resistenzatoscana.it/storie/la_brigata_buozzi_alle_pendici_di_fiesole/; resistenzatoscana.it/storie/lo_scontro_ai_tre_pini/ 
resistenzatoscana.it/monumenti/fiesole/monumento_della_battaglia_dei_tre_pini/ (Foto: Baldini),
de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Florenz-Fiesole_Theater.jpg&filetimestamp=20080427203840 (Foto: römisches Theater)