Gedenktafeln an die DeportationenDenkmal zwischen Gleis 10 und 11Deportations-Ort
Vom Pariser Ostbahnhof fuhren zwischen 1942 und 1944 viele Deportationszüge in die Konzentrationslager. Ein Teil der 160.000 aus politischen oder rassistischen Gründen Verfolgten wurde von hier aus deportiert, darunter auch eine Anzahl Nacht und Nebel-Gefangener. Einige Transporte gingen zum KZ Natzweiler-Struthof und den SS-Sonderlagern Hinzert (Pfalz) und Schirmeck. Die Frauen wurden meist in das KZ Ravensbrück deportiert – oft nach einem Zwischenhalt im Lager Neue Bremm (bei Saarbrücken). Von hier gingen auch die Züge ab, die hunderttausende junger Männer zur STO-Zwangsarbeit ins Deutsche Reich brachten.   

Gedenken
Auf dem Querbahnsteig, gegenüber Gleis 10 und 11, erinnert ein Denkmal mit vier Gedenktafeln an die Deportationen von Widerstandskämpfern, Juden, STO-Zwangsarbeitern und Eisenbahnern.

Literatur
FMD (Hrsg.): Livre-mémorial des déportés de France, Paris 2004, Band I, S. 73ff., 113ff., 123ff.