Christian Wirth wurde am 24. November 1885 in Oberbalzheim/Laupheim geboren, trat 1931 der NSDAP und 1933 der SA bei. Er war Kriminalkommissar in Stuttgart, trat 1939 der SS bei und wurde 1943 zum SS-Sturmbannführer ernannt. Er war Verwaltungsleiter verschiedener Vergasungsanstalten im Rahmen des T4-Programms zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ (u.a. in Hartheim/Österreich); im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ erster Kommandant des Vernichtungslagers Belzec, danach Inspekteur der Vernichtungslager insgesamt, ab September 1943 an der Seite von Globocnik in der Region Operationszone Adriatisches Küstenland (Triest) verantwortlich für die Organisation der Judendeportation und -vernichtung. Wirth wurde am 26. Mai 1944 auf der Straße zwischen Triest und Rijeka bei Kozina (15 km südöstlich von Triest, heute Slowenien) bei einem Überfall von Partisanen erschossen.
 
Literatur / Medien:
Fransecky, Tanja von / Rudorff, Andrea / Schneider, Allegra / Stracke, Stephan (Hg.): Kärnten, Slowenien, Triest. Umkämpfte Erinnerungen. Bremen 2010, S. 174; Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945? Frankfurt a.M. 2003, S. 680; Volker Rieß: Christian Wirth in: Klaus-Michael Mallmann und Gerhard Paul (Hrsg.): Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien. Darmstadt 2004, S. 239-251
de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wirth