Primon Levi 1986 (Foto: Freiburger Rundbrief)Primo Levi wurde am 31. Juli 1919 als Sohn einer liberalen jüdischen Familie geboren. Er studierte an der Universität von Turin Chemie und schloss sein Studium trotz der 1938 erlassenen Rassegesetze 1941 mit Auszeichnung ab. Zu seinem Freundeskreis in Turin, der sich regelmäßig in der jüdischen Bibliothek traf, gehörten auch Alberto Salmoni und Bianca Guidetti Serra. Nach dem Kriegsaustritt Italiens und mit Beginn der deutschen Okkupation im September 1943 hatte er sich mit Freunden der Gruppe „Giustizia e libertá“ den Partisanen in den Bergen angeschlossen. Die Gruppe wurde jedoch schon am 13. Dezember 1943 von der faschistischen Miliz in dem kleinen Dorf Amay im Aostatal entdeckt, Primo Levi, Vanda Maestro und Luciana Nissim wurden verhaftet und über das Durchgangslager Fossoli im Februar 1944  nach Auschwitz deportiert (autobiographische Einzelheiten in: Levi, System, dort Erzählung: „Gold“). Er überlebte als Zwangsarbeiter im Buna-Werk des IG-Farben-Konzerns und kehrte nach der Befreiung durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 nach einer langen Irrfahrt durch Mittel- und Osteuropa im Herbst 1945 nach Turin zurück, wo er bis 1977 in der chemischen Industrie, danach als freier Schriftsteller arbeitete. Levi nahm sich am 11. April 1987 das Leben. Sein schriftstellerisches Schaffen ist von autobiographischer Verarbeitung seiner Erfahrungen als verfolgter, politisch bewusst werdender und Auschwitz überlebender Jude geprägt. Weltberühmt wurde Levis bereits 1947 verfasster Bericht über Deportation und Überleben in Auschwitz: „Ist das ein Mensch?“. Seine weiteren Hauptwerke: Atempause; Das periodische System; Die Untergegangenen und die Geretteten.

Literatur / Medien:
Anissimov, Myriam, Primo Levi. Die Tragödie eines Optimisten. Eine Biographie, Berlin 1999; de.wikipedia.org/wiki/Primo_Levi
www.metaforum.it/showthread.php/13889-Primo-Leviwww.zeit.de/1999/46/199946.jh-kunert_levi_.xmlwww.iltempoinsorte.it/levi_en.html; www.freiburger-rundbrief.de/de/?item=621