Odilo Lotario Globocnik wurde am 21. April 1904 in Triest geboren. Als österreichischer Nationalist war er maßgeblich am Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland beteiligt. Von 1939 bis 1943 war Globocnik der von Himmler beauftragte Verantwortliche für die „Endlösung der Judenfrage“ im besetzten Polen („Aktion Reinhard). Ihm unterstanden die Vernichtungslager  Belzec, Sobibor und Treblinka. Von dort brachte er erfahrene Mordspezialisten mit nach Triest (Risiera di San Sabba), als er am 13. September 1943 von Himmler zum Höheren SS- und Polizeiführer (HSSPF), also SS-Chef, der Operationszone Adriatisches Küstenland ernannt wurde.. Oberster Kommissar dieses Gebiets wurde sein alter Freund Friedrich Rainer. Als Hitler im Juli 1944 den „Ausbau eines rückwärtigen Stellungssystems in Norditalien“ befahl, ernannte Rainer Globocnik zu seinem „allgemeinen Vertreter für die gesamte Organisation des Stellungsbaus“. Im Mai 1945 wurden Globocnik und Rainer am Weißensee in Kärnten von einem britischen Kommando festgenommen. Nach einem Verhör beging er am 31. Mai 1945 in Paternion Selbstmord.

Literatur / Medien:
Klee, Ernst: Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt am Main 2003; Siegfried J. Pucher: „… in der Bewegung führend tätig“. Odilo Globocnik. Kämpfer für den „Anschluß“. Vollstrecker des Holocaust. Klagenfurt 1997; Josef Wulf: Das Dritte Reich und seine Vollstrecker. ND München u.a. 1978; de.wikipedia.org/wiki/Odilo_Globocnik