Von SS-Reichsführer und Polizeichef Himmler wurde 1941/42 die „Aktion Reinhardt“ in Gang gesetzt, das Programm zum Bau der ersten großen Vernichtungslager im besetzten Polen (Belzec, Soibor, Treblinka), in denen der Massenmord in Gaswagen und Gaskammern ausgführt wurde. Die „Aktion R“, der bis März 1943 ungefähr 1,75 Millionen Juden zum Opfer fielen, wurde unter der Leitung von Odilo Globocnik von den Tötungsspezialisten der „Aktion T4“ verwirklicht; im Rahmen dieser „T4-Aktion“ waren zuvor Tausende „lebensunwerte“ Opfer umgebracht worden. Globocnik wurde nach der Okkupation Italiens im September 1943 zum SS- und Polizeichef der Operationszone Adriatisches Küstenland mit Sitz in Triest eingesetzt und holte zur Verfolgung und Vernichtung der Juden in der Operationszone die Mordspezialisten der „T4-Aktion“ und der „Aktion Reinhardt“ (Friaul-Julisch Venetien), unter ihnen Christian Wirth und Dietrich Allers.

Literatur / Medien:
Benz, Wolfgang, Graml, Hermann, Weiß, Hermann (Hg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus.Neubearbeitung. München 2007; Stichwort: Aktion Reinhardt; http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Reinhardt