Ferruccio Parri, geboren am 19. Januar 1880 in Pinerolo (Piemont), unter dem Mussolini-Regime mehrere Jahre im Gefängnis, schloss sich im Widerstand der Bewegung „Giustizia e Libertà“ an, aus der 1942 die radikal-liberale Aktionspartei „Partito d’Azione“ hervorging (Antifaschistische Parteien). Parri war unter dem Namen „Maurizio“ einer der herausragenden Partisanenführer in Norditalien und leitete das Nationale Befreiungskomitee für Oberitalien (CLN) sowie das gemeinsame Partisanenkommando. Von April bis November 1945 war Parri Ministerpräsident der ersten Regierung des befreiten Italien, einer von den antifaschistischen Parteien getragenen Einheitsregierung. Nach dem Auseinanderbrechen der Resistenza-Koalition war er zunächst Vorsitzender der Aktionspartei, die sich jedoch bald nach der Wahl 1946 auflöste. Parri, der 1963 zum Senator auf Lebenszeit ernannt worden war, starb am 8. Dezember 1981 in Rom. Das Institut zur Geschichte des Widerstandes in der Region Emilia-Romagna in Bologna – Istituto storico Parri – trägt seinen Namen (http://www.istitutoparri.eu), auch die Bibliothek des Istituto nazionale per la storia del movimento di liberazione  (INSMLI) in Mailand (http://www.insmli.it/parrimilano/).

Literatur / Medien:
Friederike Hausmann, Kleine Geschichte Italiens. Neuausgabe Berlin 2006; de.wikipedia.org/wiki/Ferruccio_Parri; www.anpi.it/donne-e-uomini/ferruccio-parri/